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oder so

Gibt es 
ein Wunder
das manchmal leise in unser Leben tritt?
Und sei es nur
für eine kurze Dauer
einen Traum oder so
vielleicht nicht mal das
bist du dann da
wenn das Wunder
da ist?
Manchmal ist es in
einem Stück Brot
wenn 
Sonnenstrahlen durch
die Wolken brechen
der erste Vogelgesang
im Februar
die offene, leere 
Hand 
die dich berührt
wenn das Dunkel nicht
weichen will
ein Lied – 
manchmal ein Ton nur –
das dich tief
trifft
ein Schluck Wasser 
den dir ein 
Fremder reicht
ein Herz
am rechten Fleck
so
leicht und einfach
manchmal
kann ein Wunder sein


Die Rückkehr der Poesie

Wechselndes. Entwürfe und Versuche. Gedanken zu Neuem. Liedtexte. Das Allerletzte und das Letzteneue. Druckfrisch. Eine Mischung aus Tagebuch und Weblog. Ankommen ist manchmal wie Losgehen. Oder ist es umgekehrt?


Suchte in alten Kisten nach noch älteren Fotos, hatte es versprochen. Dabei stieß ich unerwartet auf Fotos, von denen ich nicht mehr wusste, dass es sie einmal gab. Wie geht das, im Alten Neues zu entdecken?

Vorige Woche hatte ich zum ersten Mal seit längerem Ruhe. Und Stille. Habe mich abends hingesetzt und Worte und Zeilen gesammelt. Danach saß ich an Klavier und Gitarre und sang das, was ich gerade auf dem Papier vorgefunden hatte. Nach dieser Zeit lag ein Lied vor mir. Die Rückkehr der Poesie.

 

DIE RÜCKKEHR DER POESIE (Demo vom 18. Juli 2019, zwei Tage nach Schreiben des Liedes)


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Wechselndes. Entwürfe und Versuche. Gedanken zu Neuem. Liedtexte. Das Allerletzte und das Letzteneue. Druckfrisch. Eine Mischung aus Tagebuch und Weblog. Der erste Auftritt heute vor dreißig Jahren – habe halt früh angefangen.

ein Lied passend dazu, zum Träumen und Aufbrechen, im April 2016 geschrieben
WIE EINFACH   Live 2019 Gitarrendemo

drei Gedanken zu den Jahren und meiner Musik, im April 2019 eingesammelt 
jedes neue Lied
wie eine Skizze
unfertig, flüchtig, brüchig
bis die Band dazukommt
nur manchmal leise
im Dunkeln
fehlt nichts, wenn
du bei mir bist

jedes Lied eine
Momentaufnahme
Mosaikstein
mit verwitterten Farbtupfern
aus den Tiefen meines Seelensees

meine Chansons
bleiben allein jetzt Kleinkunst
tanzender Narr
auf heißen Tasten


neu wie alt


besonderer AUFTRITT

Sonntag, 03. Juni 2018, 
in der ALTEN KIRCHE LOBBERICH
innerhalb des Gottesdienstes. Und vier Liedern hintendran.
An einem KulturkirchenOrt, der „Gott-Mensch-Kultur beheimatet“.

Es war besonders. Laut. Leise. Viel. Wenig. Gebannt.

 


herbst

die blätter
sind rot
und gelb, selbst
das braun wirkt
hell

die großwetterlage
steht seit längerem
auf katastrophe

mir bleibt immer öfter
der atem weg

dass ich glücklich
bin, klingt
wie eine schon
vergilbte sommererinnerung
es war doch erst
gestern, da war alles gut

ich spiele vor mich hin
lauttönend wortlos

wieder wage ich es
keine schritte zu gehen
einfach zu stehen
zu betrachten zu weilen
still

zu sein

(wie machen wir das leben winterfest? was lagern wir ein, bis zum frühjahr? müssen wir unsere hoffnungen von einer welt, in der fremde – also jede und jeder – willkommen sind, einkellern, bis zum frühling? wo liegt der? finden wir dorthin? finden wir dort auch wieder raus?)

HERBST   (aus der CD nahBEREICH)


Und wenn sie …

noch ein lied aus der NEUEN CD dafür
singt vom aufstand ins eigene leben

UND WENN SIE SINGT

                                                                                                             (foto: m.k.)

ein wort
ein ton
nur

und ich
lebe
wieder

bedingungslos
bewegt
befreit