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live und vorbei. 24

vor einiger zeit
habe ich dieses lied
geschrieben
wie einen zustandsbericht

und nun gibt es stellen
die klingen wie eigens neu geschrieben
und anderes scheint völlig
gegensätzlich und weit weg
und klingt trotzdem
gut

ist das noch unsere welt?
wie lange hält das?
an und für sich ist es gut.
an und für sich ist es völlig schräg.

IM GROSSEN UND GANZEN


live und vorbei. 23

meine welt
wird schon
enger
sie bewegt
sich immer
weniger
die grenzen
sind dicht
wen vergessen
wir
hinter mauern

wer vergißt uns
he du welt
hörst du
mich noch
und es schreit
in mir
die stille
vergessene
welt

STEIN UM STEIN


live und vorbei. 21

jeder ton
ein herantasten
annähern und fernbleiben
ein tanz
echt nur
geträumt

UND WENN SIE SINGT


live und vorbei. 19

buchstabiere hoffnung
und „hekopfhoch“
und freisein
und wortlos

und wenn das nicht gelingt
dann erfind doch
einfach neue
aus tönen
und der luft

und deinem atem
kurz bevor du singst

NUR EIN WORT


live und vorbei. 18

wann ist
der richtige augenblick
der eine
auf den es ankommt, der
ganz selten
ist, den du
nicht wiederherstellen kannst?

immer jetzt
sagt etwas
in mir

AN SO TAGEN WIE DIESEN

 


live und vorbei. 14

Fünfnotenlinien-Manifest

1 alles grauer und kälter
je länger heute der Tag

2 ich denke nicht mehr weiter
als bis zu dir

3 das Lied, das ich singe, gibt mir den Takt
vor

4 Gedanken und Gefühle laufen nebeneinander
alle stehen für sich

5 die Töne fügen es zusammen
darum singe ich

HALT MICH NICHT FEST


live und vorbei. ZWÖLF

zwei seiten
oder drei
oder keine
derselben geschichte

und die stille
tönt in mir
und die töne
werden leise
und die leisen
sprechen vertraut
und das vertraute
ist fremd
und die fremdheit
bleibt nah

und gegensätze lösen sich
nicht auf
doch davon zu singen
vielleicht
hält es
aus
VIELLEICHT


live und vorbei. 10

damit der frühling
nicht an uns
vorbei blüht

wieder „quasi live“
eben für jetzt gesungen
ein moment lichtstreifenaufreißflucht

FRÜHLINGSREGEN


live und vorbei. 8

 

weil ich mich noch nicht damit abfinden will
weil ich mich manchmal nicht auskenne in meiner kleinen welt
weil nichts am rechten platz scheint
weil ich in mir und außer mir bin
weil selbst die lieder heute tun, was sie wollen
(aber wie weit kommen sie denn schon damit in diesen tagen?)

NOCH NICHT

das erste bild zeigt die rückläufe der zuhörmomente


live und vorbei. sieben

unmerklich verstummen
die worte
die schritte
die lieder
in meiner kleinen welt
ist platz für zwei
und drei und
meer

WIE WENIG