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manchmal

manchmal, weißt du noch
seit jahren schon
wenn ich meine texte mit
manchmal beginne
dann mache ich mir
keinen reim auf gar nix
verstehe ich nicht
was ist und mein wort
für dieses suchen und
ausprobieren und aushalten
ist manchmal
das erste wort auf meinen
lippen und in meinen fingern

VIELLEICHT (Demoaufnahme aus dem letzten Sommer, 20./28.03.18)


vielleicht erinnerst du dich wir sind barfuss unterwegs vielleicht weißt du noch dass manchmal alles so erscheint als könne uns niemand aufhalten als habe dieser tag und dieser mensch da nur auf dich gewartet vielleicht erinnerst du dich auf deiner seele liegt tau von den kalten nächten in denen wieder alles ohne antworten blieb vielleicht habe ich alles nur schön geredet vielleicht erinnerst du dich dass die erde unsere heimat ist und platz für uns hat noch in der hintersten ecke vielleicht merken wir nicht dass unser haar grau geworden ist und wir alleine auf der straße unterwegs und die sohlen durchgelaufen sind und wir die sprache der anderen nicht verstehen vielleicht glaube ich das sogar manchmal

wie komme ich darauf / an tagen / die erinnern
an zerstörung / verfolgung / an aufstand / und verrat
voller widersprüche / vielleicht sind unsere tage
dochwiederimmernoch so


herbst

die blätter
sind rot
und gelb, selbst
das braun wirkt
hell

die großwetterlage
steht seit längerem
auf katastrophe

mir bleibt immer öfter
der atem weg

dass ich glücklich
bin, klingt
wie eine schon
vergilbte sommererinnerung
es war doch erst
gestern, da war alles gut

ich spiele vor mich hin
lauttönend wortlos

wieder wage ich es
keine schritte zu gehen
einfach zu stehen
zu betrachten zu weilen
still

zu sein

(wie machen wir das leben winterfest? was lagern wir ein, bis zum frühjahr? müssen wir unsere hoffnungen von einer welt, in der fremde – also jede und jeder – willkommen sind, einkellern, bis zum frühling? wo liegt der? finden wir dorthin? finden wir dort auch wieder raus?)

HERBST   (aus der CD nahBEREICH)


unverfügbar

WECHSELAUSSTELLUNG vom 30.10.16

Wechselndes. Entwürfe und Versuche. Gedanken zu Neuem. Liedtexte. Das Allerletzte und das Letzteneue. Druckfrisch. Eine Mischung aus Tagebuch und Weblog. Habe seit Tagen zum ersten Mal Ruhe. Einige Minuten nur. Höre fremde, neue Musik. 

MOND schwarz

 

unverfügbar

warum schweigst
du
manchmal
indergeschwätzigkeitderwelt
so
lange?

warum ist von dir
nichts
zu hören
manchmal
viel zu lange?
inderniestillstehendenwortmaschineindeinemkopf?

an der schwelle
meiner lippen
nehmen die worte
manchmal
die klippe nicht
sie fügen sich nicht
in eine reihe. verständlich
selbst. da

und warten
nehmen sich zurück

bis der mond scheint

in meine
dunkle nachtseiten

darum.

BIS ZU DIR (unplugged in Aachen 2013)


verlorene welt

wie laut die welt II

 

 

 


den opfern
von hass, gewalt und terror
täglich

UNABSICHTLICH (Mitschnitt aus dem Konzert von 2014)