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solo für dich

allein am flügel
(endlich, wo das lied hingehört)
im menschenleeren saal
(was so ein mix alles an atmosphäre und aussage ausmacht)
meine version 2018 von „Halt mich nicht fest“
die seele aus dem leib singen

wie weit ist nah
wie du
__ __  __ __ __ __ __ __ _
deshalb als „onetrack-version“
HALT MICH NICHT FEST (Version flügel 2018)


bevor

die leisen Geräusche
im Regen die Tropfen
auf deine Haut
rückwärts laufende
Zeit der Moment
in deinen Haaren
bis zu dem Hier sind wir
geflogen miteinander
wachsend an den
Wind gelehnt
aus der Ferne der
Gegenwart
liegt dein Weg
in der Luft du
wirst fliegen ich bleibe
an den Wurzeln unseres
Baumes

BEVOR (demo an einem sommertag – für m.)


auf und davon

Wechselausstellung vom zwanzigsten 06.14

Wechselndes. Entwürfe und Versuche. Gedanken zu Neuem. Liedtexte. Das Allerletzte und das Letzteneue. Druckfrisch. Eine Mischung aus Tagebuch und Weblog. Die Lebensaufbrüche. Mitgehend. Bleibend. Hinterherschauend.

 

jedes frühjahr
die aufbrüche
das leben ist deins und meins und
unseres
die schule ist vorbei
die welt wartet
(jaja, ichweißnichterstdann
undichwerdenichtmüdeeszusingen)

es ist alles darin.
ans herz. gewachsen. schwer. und leicht. los.
mit weiten armen. in den wind.

 

WAS MACHST DU NOCH HIER? (Demo am Pier)

 

 


von jetzt an bis vor 25 jahren

 

Ich hatte mir eine Geschichte versprochen. Denn vor 25 Jahren habe ich mein erstes Konzert gegeben, in Bonn, noch Student. Mit grausiger Technik, weil ein dauerhaftes Brummrauschen den Auftritt begleitete. Das war am 27. April 1989. Im Stöbern der Zeit einen alten Text, Januar 89, gefunden. Daneben Noten. Aus dem Mai 89. Und vergilbte Bilder um die Frage, wie ging das Lied noch mal? Anspielen, und damit entsteht das Lied wieder. Außerhalb seiner Entstehungszeit. Ohne Erinnerung daran. Und da der Text schön ist, befasse ich mich intensiv mit der Melodie. Und probiere und spiele, um das Lied jetzt auszudrücken. Weiß nicht, ob ich das Lied je in irgendeinem Konzert gespielt habe. Nun unterm Dach, am Klavier. Meine Bemühungen, es am Klavier aufzunehmen, klingen nach allen technischen Bearbeitungen, als hätte ich gerade das Tonband erfunden; ungewollt habe ich das Lied historisiert. Wahrscheinlich ist das nach den Jahren der einzige Bezug zu diesem ersten Auftritt. Was ist das Ende vom Lied? Gitarre, Gesang, akustisch, einfach. Im Wind. Bin völlig hinter und in dem Lied verschwunden. Im Singen. Zeitreise-Selfie. Und mit den nächsten Auftritten und Jahren kommen Tobias und Stefan hinzu. Tobias, der von Anfang an nicht nur Schlagzeug spielt, sondern für den Ton sorgt. Das ist enorm wichtig, weil für mich dadurch alle Soundmöglichkeiten möglich und wahr wurden, um meinen Stil zu finden und gute Musik zu machen. Und dann wurde ich Stefans Sänger und er mein Gitarrist. So mache ich nicht allein Klaviermusik, sondern auch Gitarrenchansons. Mit der zweiten CD-Aufnahme bildet sich die heute noch spielende Band, neben Tobias und Stefan mit Birgit und Michael und Felix. Chansonrock. Das oben erwähnte, sich mir zugespielte Lied ist mein Jubiläumsbeitrag. „Heimkehr14“.

HEIMKEHR14 (in die Zeit geholt)


Heimkehr14


rot

UNABSICHTLICH (unplugged unter dem dach)

das lied ist schon alt und ohne
piano muss ich
es neu zu singen lernen

immer mehr
zurücknehmen
noch leiser
und weniger
instrument

mehr und mehr
dringst du durch
alle dünnen ritzen

es liegt alles offen
unter der haut


wie laut die welt

still
wie still dein atem ist
wie laut die welt dann klingt

an diesem milden, halbgrauen nachmittag
ein rotkehlchen flüstert vor sich hin
versteckt in einem strauch
der von tag zu tag mehr blätter verliert
bleibst du
bei mir
noch einen tag
länger als
versprochen

solange
bis ich schlafen kann


ein wunsch nur ein wunsch?

aus dem elfenbeinturmein anderes konzert mit dir
da, wo es nicht richtig hell wird
da, wo alles möglich ist
da, wo niemand wartet
da, wo alles wie neu klingt
da, wo die worte fehlen

da, wo alles gelingt

 

 

EIN WUNSCH FREI (demo)

so, ja so kann sich alles wieder drehen
einWunschFREI